WEITERE INFOS  … und jetzt mal ausführlicher …

Idee

„Im Vielklang mit der Natur. Auf dem Klangteppich der Wildnis durch die deutschen Nationalparks“

ist ein Musik- und Umweltbildungsprojekt der freischaffenden Künstler Ursula und Frank Wendeberg aus Regensburg.

Ihre Idee ist, „die Natur“ dort rein akustisch einzufangen, wo sie am strengsten geschützt und womöglich am ursprünglichsten ist bzw. werden wird, in den Nationalparks, nach deren Motto „Natur Natur sein lassen“.

Mit den beiden Veranstaltungen „Natur-Klang-Parcours“ und „Viel-Klang-Konzert“ machen sie die Soundscapes der Schutzgebiete, also typische Geräusche, Tierlaute und Landschaftsstimmungen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Sie bieten Teilnehmer*innen und Konzertbesucher*innen die Chance, auf eine besondere Weise mit Natur in Kontakt zu treten – über das Gehör. „Das Auge führt den Menschen in die Welt ein, das Ohr führt die Welt in den Menschen ein“ sagte der Naturforscher und Philosoph Lorenz Oken bereits im 19. Jahrhundert.

Durch bewusstes Hören und Interpretieren von Natur wollen sie Faszination und tieferes Verständnis dafür schenken sowie anregen, sie öfter zu genießen. Das Projekt mag inspirieren, Umwelt in umfassender Hinsicht respektvoll zu behandeln, als Lebensgrundlage für uns alle. Das Handeln in einer Gruppe intensiviert diese Erfahrung und macht Spaß.

Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden Deutschlands Nationalparks kennen.


Anlass 

„Im Vielklang mit der Natur“ ist die erste gemeinsame Kultur- und Umweltbildungsaktion aller 16 deutschen Nationalparks.

Anlass des Projekts war u.a. das 50-jährige Jubiläum des ersten deutschen Nationalparks Bayerischer Wald im Jahr 2020. Neun weitere Nationalparks feiern in diesem Jahr Jubiläum:
- Wattenmeer Schleswig-Holstein, 35 Jahre
- Wattenmeer Hamburg, 30 Jahre
- Vorpommersche Boddenlandschaft, 30 Jahre
- Jasmund, 30 Jahre
- Harz, 30 Jahre
- Müritz, 30 Jahre
- Sächsische Schweiz, 30 Jahre
- Unteres Odertal, 25 Jahre
- Hunsrück-Hochwald, 5 Jahre
Der Nationalpark Schwarzwald eröffnet 2020 sein neues Nationalpark-Zentrum.

Ebenso ist „Vielklang“ inspiriert von neuesten Entwicklungen in der Audio-Technik, innovativen Theaterstücken, z.B. von Rimini-Protokoll, den Möglichkeiten des neu gestalteten Tonstudios des eigenen Labels „Otter Records“ sowie den aktuellen Umwelt-Veränderungen wie z.B. Artensterben, Klimawandel und der Fridays-for-Future-Bewegung …


Entstehung

Zwei Jahre lang nahmen Ursula und Frank Wendeberg in allen 16 deutschen Nationalparks Soundscapes auf. Sie arbeiteten mit modernster Audio-Technik, wie Ambeo-, Stethoskop-, Parabol- und Unterwassermikrophon. Im Vorfeld machten sie sich daran, alle Nationalparks und den Dachverband Nationale Naturlandschaften für ihre Projekt-Idee zu gewinnen. 


Inhalte

Aus den Tonaufnahmen arrangierten die Künstler zwei Formate, mit denen sie auf Tournee durch die Nationalparks gehen:
- Umweltbildungsaktion Natur-Klang-Parcours
- Musik-Aufführung Viel-Klang-Konzert

Zusätzlich gibt es die CDs/Downloads:
- „Natur-Klang-Musik“ mit allen Musikstücken, die Frank Wendeberg für jeden Nationalpark komponiert hat

- „Hör-Streifzüge“, Doppel-CD mit Informationen und erläuterten Sounds zu den Nationalparks

Gemäß dem natürlichen Dreiklang von Werden – Sein – Vergehen geben die Projekt-Initiatoren den „Vielklang“ nach jeder Aufführung an eine lokale Künstlerin oder Künstler in jedem Nationalpark weiter. Sie oder er wird die Idee in eigener Regie fortführen, womöglich in einer komplett anderen Kunstrichtung – so wie auch die Dynamik der Natur Altes verwandelt und Neues darauf aufbaut.


Quellen

Alle Sounds und Fotos dieser Homepage sind von Ursula und Frank Wendeberg selbst sowie original in deutschen Nationalparks aufgenommen. (Ausnahme: Fotos „Sansula“ & „Vibraphon“  von Karlheinz Grosshauser)

Dabei versuchten die Künstler, nicht unbedingt spektakuläre Geräusche einzufangen, sondern möglichst typische. Die Soundscapes entstanden mit Genehmigung der Nationalpark-Verwaltungen, auf regulären Wanderwegen. Somit hat jede Besucherin und jeder Besucher gute Chancen, genau solche Klänge vor Ort in den Parks selbst „nachzuhören“. Um den entsprechenden Tierlauten live zu begegnen, empfehlen sie, die Veranstaltungsangebote der Nationalparks wahrzunehmen, z.B. Führungen, Nationalpark-Infozentren usw. Eine ganze Reihe der Tiere haben sie tatsächlich „nur“ gehört, nicht gesehen.
Und jetzt: Augen zu und viel Freude beim Lauschen! Sound-Beispiele bei

Natur-Klang-Parcours

Vom Otter-Ruf zum Trommel-Groove.
Mit Ohren, Herz und Händen durch die Wildnis aller deutschen Nationalparks


Der Natur-Klang-Parcours beherbergt 16 Hör-Stationen im Raum. Jede Station spielt die Sound-Landschaft eines deutschen Nationalparks ab, begleitet von kurzen Informationen und philosophischen Fragen dazu. Rufe von Habichtskauz und Fischotter aus dem Bayerischen Wald sind ebenso zu hören wie der Unterschied von Ebbe und Flut im Wattenmeer oder die Laubfrösche des Hainich. Hochmoderne Aufnahme-Technik bringt auch bislang Ungehörtes ganz nah ans Ohr, wie z.B. Kaulquappen unter Wasser oder das Gluckern von Moos. Bis zu 32 Teilnehmer*innen starten gleichzeitig und lauschen diesen Klängen per Kopfhörer sieben Minuten lang. Dann werden die Teilnehmenden selbst aktiv und vertonen die Natur-Sounds. Sie können Feuersteine der Jasmunder Kreideküste, Buchen-Zweige aus dem Kellerwald-Edersee oder andere natürliche Materialien nutzen. Wer mag, greift zu einem Musikinstrument, das ohne Vorkenntnis zu spielen ist, z.B. Sansula oder Trommel. Dabei folgen sie einem eingespielten Rhythmus. Dies passiert gleichzeitig durch alle Teilnehmer, so dass für drei Minuten eine gemeinsame Geräusch-Kulisse aller Nationalparks entsteht. Nun wechseln die „Natur-Komponisten“ zur nächsten Station, hören das Feature eines anderen Schutzgebiets und kreieren wiederum ihren Sound dazu. Wer mitmacht, wird auf diese Weise fünf Parks kennenlernen und zum Klingen bringen. 

Die Idee dabei: Im Vielklang mit der Natur sein und ihrer Bedeutung nachsinnen.


Termine, Spielorte und Anmeldung bzw. Tickets über die Veranstaltungsprogramme der Nationalparks

Viel-Klang-Konzert

Wenn das Moos Marimbaphon spielt.
Weltmusik trifft Natursounds aus allen deutschen Nationalparks


Zwei Jahre lang hat der Komponist, Musiker und Tontechniker Frank Wendeberg aus Regensburg, zusammen mit seiner Frau Ursula, typische Geräusche, Tierlaute und Klänge in allen 16 deutschen Nationalparks eingesammelt. 

Diese Soundscapes fließen als Original-Natur-Stimmen in jedes seiner Musikstücke ein. 16 hat er auf diese Art und Weise komponiert und auf CD eingespielt, für jeden Nationalpark eines. 

Singschwäne des Unteren Odertals werden ebenso zu musikalischen Akteuren wie Geburtshelferkröten aus dem Nationalpark Kellerwald-Edersee. Auch die verschiedenen Windstärken am Harzer Brocken und das Gluckern von Moos aus der Sächsischen Schweiz agieren als Sound-Partner des Musikers. Selbst ein nagender Borkenkäfer bekommt eine Chance als Taktgeber.

Zu diesem Vielklang der Natur spielt er seinen eigenen melodiösen Musik-Stil mit Elementen aus Weltmusik, Klassik und Jazz. Dabei wechselt er zwischen so ungewöhnlichen Instrumenten wie Lithophon, Handpan, Sansula und Marimbaphon.

So ist es an den Konzert-Besuchern zu erlauschen, wo Natur-Geräusche aufhören und Instrumentenklang beginnt …


Termine, Spielorte und Anmeldung bzw. Tickets über die Veranstaltungsprogramme der Nationalparks

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